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Typischer Mittelteil

Die Auslese: Nichts vergessen und nie vergeben - Roman - Joelle Charbonneau, Marianne Schmidt

Bereits der Auftaktroman der “The Testing”-Reihe von Joelle Charbonneau hat zu seiner Zeit, im Jahr 2013, die Gemüter geschieden. Viele waren über alle Maßen begeistert, während viele das Buch als billige Panem Kopie gebrandmarkt haben. Ich für meinen Teil habe das damals nicht so empfunden und sehe es heute auch immer noch nicht so sondern bin nach wie vor ein großer Fan der Reihe. Dies hat sich auch nach der Lektüre des zweiten Bandes nicht geändert auch wenn hier die Gemüter wieder weit auseinandergehen. Ich hatte zumindest auch beim Lesen des zweiten Romans wieder viele schöne Lesestunden. Anfangs bin ich aber wie ich zugeben muss, nur schwer wieder in die Geschichte gekommen, da Band 1 doch schon über 1,5 Jahre her ist und ich nicht mehr alle Geschehnisse vor Augen hatte. Dabei ist mir promt der erste störende Punkt aufgefallen. Was beim direkt aufeinanderfolgenden Lesen der Bände eins und zwei nur gestört hätte fehlt mir jetzt nach einer so langen Pause leider und zwar sind das die Rückblicke auf die vorangegangenen Ereignisse. Durch kleinere Flashbacks und wiedergewonnene Erinnerungsfetzen von Cia bekommt man zwar sporadisch einen Rückblick geliefert. Diese fallen meiner Meinung nach aber viel zu kurz aus.

Apropos Cia. Während sie mir in Band 1 noch super gut gefallen hat, fand ich sie jetzt fast nur noch nervig und zu perfekt. Sie steht unter Dauerbelastung, rennt von einer Pflichtveranstaltung zur nächsten, muss sich neuen Herausforderungen und Gefahren stellen, steht unter ihr bewusster Beobachtung und arbeitet das ohne wirkliche Probleme und nur 1-2 Stunden Schlaf am Tag problemlos ab. Irgendwo hört dann aber auch die Glaubwürdigkeit dabei auf. Hier hätte Frau Charbonneau ihre Protagonistin menschlicher gestalten können, sehe ich zumindest so.

Nichtsdestotrotz ist die Handlung, ähnlich des Vorgängers, aber sehr lesenswert und mitreißend. Nach einiger Eingewöhnungszeit war man als Leser dann letztendlich doch wieder mitten im Geschehen und fieberte mit den Protagonisten, auch wenn hauptsächlich Cia im Fokus stand und die anderen im Hintergrund etwas verblasst sind, mit womit eine tolle Atmosphäre rund um die Universität, die Auslese in Tosu Stadt und den Wiederstand geschaffen worde, die sehr lesenswert gestaltet worden ist. Der tolle Sprachstil und die raffiniert eingebauten Cliffhanger am Kapitelende fördern diese Empfindungen wodurch ein kurzweiliges Lesevergnügen entstand.

Leider wirft dieser zweite Band aber wieder mehr Fragen auf als er löst, womit er allerdings der Rolle des typischen Mittelbands einer Trilogie gerecht wird. Irgendwie schade. Aber ich muss definitiv wissen, wie sich die Ereignisse um Cia im großen Finale entwickeln auch wenn ich hoffe, dass Band drei nicht wieder so lange auf sich warten lässt und der Abschluss wieder mehr richtig macht als Die Auslese 2.

Fazit:
Schwächer als der Auftaktroman mit zu perfekten Charakteren aber einer alles in allem packenden Handlung und einem vielversprechenden Ende. Ganz knappe 4 Sterne

(c) Book Walk

Quelle: http://book-walk.de/2015/03/rezension-die-auslese-2-nichts-vergessen-und-nie-vergeben