Hans Kessler beschäftigt sich in seinem Buch Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, welches mittlerweile in der vierten Auflage erschienen ist, mit einen für mich sehr interessanten Thema, nämlich der Evolution(-stheorie) und dem vermeintlichen Konflikt mit der Religion und der Schöpfung. Kessler zeigt objektiv die einzelnen Sichtweisen auf, von den Anhängern des "Intelligent Design", den religiösen Fanatikern auf der einen Seite und den radikalen Atheisten auf der anderen. In insgesamt fünf Kapiteln, (1. Missdeutungen des Schöpfungsgedankens..., 2. Die biblischen Schöpfungstexte..., 3. Der harte, weltanschauliche Naturalismus..., 4. Zum christlichen Verständnis [...] und von Evolution und 5. Die Evolution im Rahmen des Schöpfungsglaubens) wird sich diesem an sich interessanten Thema gewidmet. Leider gelingt es Hans Kessler aber nicht, mir dieses interessante Thema schmackhaft zu vermitteln. Er selbst ist zwar Theologe, betrachtet den Sachverhalt objektiv, bezieht aber dennoch nicht wirklich Partei was das Ganze für mich unauthentisch macht da man wie ich finde, sich entweder eher zu den Gläubigen oder den Anhängern der Naturwissenschaften zählt. Die Lektüre ist mir sehr schwer gefallen und der geführten Diskussion und Argumentation konnte ich oft nur schwer folgen wodurch dieses Buch nichts für mich ist, es ist langweilig und trotz einiger interessanter Ansätze nicht zu empfehlen, obwohl ich mir wirklich deutlich mehr von dieser Auseinandersetzung erhofft habe.
Fazit:
Evolution und Schöpfung ist ein Buch, welches sich mit einem wirklich sehr interessanten Thema auseinandersetzt und durchaus das Potenzial besitzt, ein wirklich lesenswertes Buch zu werden. Leider schafft es Hans Kessler aber trotz einigen guten Ansätzen nicht dieses vorhandene Potenzial umzusetzen weshalb ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen kann!